Die letzten beiden Wochen waren – bis auf ein Großereignis – eher unspektakulär. Im Hogar haben wir vor Weihnachten mit den Kids, die noch da waren, den Pool gesäubert, gestrichen und dann endlich das Wasser eingelassen (dabei war ich mindestens genauso ungeduldig, wie die Kids, die stündlich gefragt haben, ob die Farbe nun trocken genug sei). Am Tag vor Weihnachten gab es ein Mittagessen für alle Mitarbeiter und Freiwilligen im Hogar. Danach haben wir dann den Pool „eingeweiht“. Obwohl das Wasser auch nach zwei Tagen mir nur bis zu den Knien ging (bei der Hitze ist der Wasserdruck sehr niedrig), war das eine willkommene Abkühlung.
Den Heiligen Abend haben wir zusammen mit José Luis gefeiert. Nach der Christmette (zur Danksagung wurde „Stille Nacht“ auf Spanisch gesungen!) sind wir zu ihm nach Hause gefahren, wo wir zusammen seinem Bruder, einem seiner Söhne mit Freundin und einem der Jungs aus dem Hogar gefeiert haben. Zum Abendessen gab es traditionell gegrilltes Schwein, Rind, Huhn und Salate. Um Mitternacht gab es dann – wie bei uns nur an Silvester üblich – ein Feuerwerk. Danach haben wir uns an der Krippe versammelt und gemeinsam „Stille Nacht“ gesungen – abwechselnd eine Strophe auf Spanisch und eine auf Deutsch. Dieser Moment hat mich tief berührt. Im Anschluss durfte dann jeder sein Geschenk auspacken. Gefeiert haben wir noch bis ca. 3 Uhr morgens, sodass der Morgen des 25. Dezember hauptsächlich zum ausschlafen diente. Den Nachmittag haben wir dann alle zum Skypen bzw. Telefonieren genutzt.
Die Festmesse in „unserer“ Gemeinde, abends um 20 Uhr war besonders schön gestaltet mit Liedern und Tänzen einiger Kinder. Hat mir das Weihnachtslieder-Singen am 24. Dezember etwas gefehlt, bin ich am 25. voll auf meine Kosten gekommen. Mithilfe des Liedheftes der Gemeinde konnten wir hier nun auch die spanischen Weihnachtslieder mitsingen, nach dem Schlusssegen wurden Tänze und Lieder dann noch mehrfach wiederholt. Anschließend fand vor der Kirche ein Krippenspiel statt – aktualisiert in die heutige Zeit und die Situation in Orán.
Im Hogar war ich in der letzten Woche nicht, einerseits sind dort momentan nicht so viele Kinder, morgens gibt es ein Ferienprogramm der Stadt, andererseits waren auch genügend andere Dinge zu tun. Am Freitag haben wir eine Indígenas-Gemeinde besucht und Lebensmittelspenden vorbei gebracht.








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