Camino-Tagebuch XXVII
27-07-2009: Um ca. 6:45 Uhr in Villafranca gestartet. Die heutige Etappe verläuft zu großen Teilen neben der Nationalstraße entlang, dem Stück das HaPe Kerkeling als so schrecklich beschrieben hat, weil durch den Verkehr eine sehr große Gefahr bestand. Diese bestand zwar nicht mehr, weil die Straße durch eine hüfthohe Betonmauer vom Pilgerweg getrennt war, trotzdem war der Weg durch die vielen Autos nicht so wirklich schön. Hinzu kam, dass mein linker Fußballen plötzlich anfing, weh zu tun. Deshalb habe ich alle 5 Kilometer eine Pause machen müssen.
Trotzdem bin ich um 14 Uhr dann in La Faba (ca. 26 Kilometer) angekommen. Vom heutigen Weg war ich etwas enttäuscht. Es ging wieder in die Berge, die letzte Bergetappe war jedoch viel schöner und so habe ich mir diese auch vorgestellt. Nur die letzten 4 Kilometer, die zwar relativ steil durch den Wald gingen, waren wunderschön. Obwohl das wohl der anstrengendste Teil des Tages war, war es der beste, sogar meine Fußschmerzen waren scheinbar weg.
In La Faba bin ich in einer schwäbischen Herberge untergekommen mit sehr netten und hilfsbereiten deutschen Hospitaleros. Hier sind fast nur deutsche Pilger. Ausgebucht ist die Herberge allerdings nicht, weil wohl sehr viele Pilger in O Cebreiro, an der Spitze des Berges übernachten wollen, was nur 5 Kilometer weiter ist.
Jetzt ist es 16:30 Uhr und die anderen sind immer noch nicht da. Vielleicht sind sie auch weiter bis O Cebreiro. Unten wurde ein Rucksacktransport bis dorthin angeboten.
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Heute Abend gab es noch eine sehr schöne Andacht mit einem Franziskaner für den Weltfrieden.
Abendessen gab es bei mir schon am späten Nachmittag. In der einzigen Bar im Ort habe ich mich zu Tommy und Anne (ich bin immer stark versucht, Tommy und Annika (von Pipi Langstrumpf) zu sagen) gesellt, die auch schon Hunger hatten. Das Essen war zwar in Ordnung, aber dauernd tauchten Katzen auf, die auch hungrig schienen und leider überhaupt nicht scheu waren, sodass sie schon ziemlich nervten.
Hinterher habe ich mich dann gleich noch um mein Frühstück im Dorfladen gekümmert: Baguette und Schinken für ein „boccadillo“ und ein paar Bananen.
