21-07-2009: Heute bin ich mal wieder um 5 Uhr auf und um 5:30 Uhr los. Als ich gestern Abend aus der anderen Herberge zurückgekommen bin, war noch ein italienischer Radpilger bei mir im Zimmer. Er hatte aber kein Problem damit, so früh aufzustehen und bat mich, ihn dann zu wecken.
Nach ein paar Kilometern habe ich die Reste meines trockenen, drei Tage alten Baguettes aufgegessen und bin dann um 9 Uhr in León angekommen. Da es dort laut Pilgerführer sehr voll werden würde und ich auch keine große Lust auf „Stadt“ hatte, hatte ich mir vorgenommen früh loszugehen, León zu besichtigen und dann einen Ort weiterzugehen, wo wahrscheinlich dann nicht so viel los sein wird.
Der Weg nach León war im Vergleich zum Weg nach Burgos, welcher scheinbar unendlich durch Vorstädte führte, weniger schlimm. Man war ziemlich bald im Zentrum.
Die prachtvolle Kathedrale habe ich mir etwas genauer, auch von innen angesehen, den Rest nur von außen. In einem Park dann noch eine Pause und dann ging’s weiter bis „Virgen del Camino“ (21 Kilometer). Dort bin ich um 13 Uhr angekommen. Die Herberge lag etwas versteckt in einem ziemlich unscheinbaren Gebäude, sodass ich erst daran vorbeigelaufen bin. Bei meiner Ankunft waren kaum Betten belegt und auch jetzt (17 Uhr) ist noch viel Platz frei.
Ich habe gerade festgestellt, dass nicht nur mein Gürtel futsch ist, sondern auch eine meiner drei Unterhosen. Weil die Wäscheleinen immer ziemlich voll sind, muss man überall was dazwischen hängen, da kann man dann beim Abnehmen schnell mal ein Teil vergessen. Und eine meiner beiden Hosen ist vor zwei Tagen gerissen. Die Badehose lässt sich bei den Temperaturen hier auch gut als Ersatz verwenden. Werde jetzt wohl etwas häufiger waschen müssen und in der nächsten Stadt dringend was neues kaufen…
Gleich werde ich aber erst mal Lebensmittel kaufen und mich ums Abendessen kümmern.
Bis jetzt habe ich hier noch kein bekanntes Gesicht gesehen. Sind bestimmt alle in León.









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