04-07-2009: Heute gab’s sogar Frühstück in der Herberge. Allerdings war das sehr spanisch. Sprich: Toast mit Marmelade und O-Saft. Da kann man doch nicht satt von werden. Naja. Um 6:30 Uhr ging es dann los, allerdings mehr schlecht als recht. Meine linke Ferse (mit immer größer werdender Blase) tat so weh, dass ich relativ lange brauchte um ein paar Kilometer zu schaffen und dann darüber nachgedacht habe, nur die 6 Kilometer bis zur nächsten Herberge zu gehen. Auf dem Weg habe ich eine supernervige Italienerin getroffen, die mir schon ein paar Mal über den Weg gelaufen ist.
Im nächsten Ort gab’s dann erstmal eine halbe Stunde Pause. Habe mir vorgenommen, die nächsten 3-4 Kilometer bis zum nächsten Ort noch zu probieren und wenn gar nichts mehr geht, den Bus zu nehmen. Während des Laufens ließen die Schmerzen dann etwas nach. Im nächsten Ort war auch weit und breit keine Bushaltestelle zu sehen, sodass ich gar nicht erst in Versuchung kam.
Heute war es natürlich zu allem Überfluss wieder sehr bergig. Trotzdem kein Vergleich zu den Pyrenäen am ersten Tag. Bis zum „puerto de perdon” – dem Tor der Gnade oder so. Auf dem Weg nach oben habe ich ein französisches Ehepaar mit Esel überholt. Die drei sind in Frankreich gestartet und schon einige Monate unterwegs.
Nach der Passhöhe ging es dann natürlich wieder steil herunter. Bis Uterga. Dann noch 3,9 Kilometer weiter bis Obanos. Hier gibt es eine wunderschöne Herberge, in der fast nichts los ist (wohl, weil der nächste größere Ort – Puente la Reina – nur 3 Kilometer entfernt ist). Aber die 21,9 Kilometer haben mir für heute gereicht. Die Fußschmerzen waren gegen Ende der Etappe fast weg, als ich um halb 3 in der brühenden Hitze angekommen bin, war ich trotzdem heilfroh.
Gerade höre ich im Vorraum der Herberge die nervige Italienerin. Sie scheint auch hier zu übernachten. Auf dem Weg hat sie mir angeboten, mit ihr und ihren Freundinnen zu gehen, was ich glücklicherweise ablehnen konnte („Ich würde gerne mit euch gehen, aber ich kann heute nicht so schnell laufen, meine Füße tun höllisch weh.”).
Am Abend war ich noch in der Vorabendmesse zum Sonntag. Die Italienerin wollte auch, hat es sich aber anders überlegt, weil die Messe erst um 20 Uhr war und sie ihre Freunde nicht überzeugen konnte, mitzukommen. Die hatten Hunger und wollten sofort was essen.









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