Buenas Dias!
Bin jetzt in Los Arcos angekommen. Gestern hatte ich dann endlich die ersten 100 Kilometer voll. Am Anfang habe ich noch zwischendurch gedacht “Warum mache ich das?”, aber mittlerweile macht es richtig Spass. Man trifft unheimlich viele Leute. Man kann den Weg praktisch gar nicht alleine gehen. Auch wenn manchmal ein paar Kilometer kommen, auf denen man kaum einen Menschen sieht, kann man davon ausgehen, spaetestens im naechsten Ort auf das eine oder andere bekannte Gesicht zu treffen. Lustig ist, dass man sich manchmal so vorkommt, wie auf einer Klassenfahrt. Man trifft eigendlich immer die gleichen 20-30 Personen wieder. Gestern Abend sassen wir auf einem grossen Platz, wo wir etwas essen wollten. Erst waren wir nur zu fuenft, aber keine halbe Stunde spaeter waren wir doppelt so viele. Es kam dauernd irgendjemand vorbei, den irgendjemand von uns kannte. Auch hier in der Herberge sind viele mehr oder weniger bekannte Leute.
Oft wird man auch auf dem Weg von jemandem Wildfremden angesprochen. Man lernt sich dann aber relativ schnell kennen. Auch die verschiedenen Sprachen sind nicht wirklich ein Problem. Manche nennen das “Pilgerisch”. Man weiss nie so wirklich, in welcher Sprache man jemanden ansprechen muss und so kommt dann ein Mix aus allen Sprachen raus, die man mehr oder weniger beherrscht. Es kann auch sein, dass man sich 10 Minuten auf Spanisch oder Englisch unterhaelt und dann feststellt, dass beide aus Deutschland kommen.
Die Fussschmerzen werden auch von Zeit zu Zeit weniger. Ebenso der Muskelkater. Nur an den Hacken habe ich jeweils eine Blase und wenn man an den Etappenzielen angekommen ist, ist man auch froh, die Wanderschuhe ausziehen zu koennen. Aber dann geht es auch bald wieder.









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