So heißt ein Buch von Erich Maria Remarque (1898- 1970). Es handelt vom Ersten Weltkrieg, der aus der Sicht des Soldaten Paul Bäumer erzählt wird. Dieser und einige Freunde haben sich auf Drängen ihres Lehrers freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet. An der Westfront bekommen sie den Krieg aus nächster Nähe mit. Zunächst zeigt sich noch bei allen die Kriegsbegeisterung und der Stolz auf das Vaterland. Die Truppe von Paul Bäumer ist noch kaum ohne Verluste und die Lage sieht für Deutschland noch recht gut aus. Die Situation verschlimmert sich jedoch rapide. Die Versorgung wird zunehmend schlechter und die Truppen schrumpfen, Soldatennachschub wird immer nötiger, immer häufiger kommen Rekruten an die Front, die noch keine Ahnung vom Krieg haben, denen jegliche Kriegsausbildung fehlt. Fast täglich fallen Freunde Paul Bäumers. Nun zeigt sich auch relativ schnell, dass die gegnerischen Truppen überlegen sind.
Aber nicht nur die äußere Situation verändert sich, auch der Protagonist selbst: Bei einem kurzen Heimaturlaub merkt er, dass er sich kaum noch mit seinem Zuhause identifizieren kann. In seinem Heimatort fühlt er sich fehl am Platze und nicht mehr zuhause.
Einen Monat vor Ende des Kriegs – nachdem alle seine Freunde gestorben sind – fällt auch Paul Bäumer.
Erich Maria Remarque, der den Ersten Weltkrieg selbst miterlebt hat, schildert in diesem Roman auf eindrucksvolle, aber auch abschreckende Art die Geschehnisse des Krieges. Die Grausamkeit dieser Zeit wird durch genaue Beschreibungen von zerfetzten Körpern und Menschen, denen Körperteile fehlen, werden dem Leser sehr nah gebracht.
Auch der Fingerzeig auf der Herrscher der damaligen Zeit kommt heraus. Die Frontsoldaten verstehen teilweise nicht, warum so ein Krieg entsteht und warum sie dafür kämpfen müssen. Die Gedanken des Protagonisten legen dar, dass sowohl die Soldaten auf der deutschen, als auch die auf der französischen Seite sich nicht gegenseitig bekämpfen würden, wenn es nicht von ein paar wenigen Personen befohlen worden wäre.
Neben dem Schrecken des Krieges betont der Autor auch die Folgen für die Soldaten. Paul Bäumer vermutet, dass er nach dem Krieg nicht mehr zurecht kommen würde und die Soldaten nach dem Krieg keine Bedeutung mehr hätten.
Die (zu Recht) negative Beschreibung des Kriegs erklärt auch, warum das Buch von den Nationalsozialisten verboten wurde und Remarque ausgebürgert wurde.
Fazit: Ein genialer Roman, den man unbedingt gelesen haben sollte; durch den allein man zwar nicht den ganzen Krieg verstehen kann, aber Einblicke in das Leben an der Front und die Grausamkeiten des Krieges erhalten kann.









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