Bilder sagen meistens mehr als Worte, hier ein paar Impressionen aus Orán:
Ohne Worte…
Schlagwörter: Armut, Häuser, Photos.
Zum Nachdenken: “Deutsche Probleme”
Schlagwörter: Argentinien, Deutschland, Kirche, Vergleich.
Ein Beispiel:
Das Bistum Orán hat 32 Priester und 272.016 Katholiken. Das sind 8.500 Katholiken je Priester. Die Provinz Salta, in der sich das Bistum befindet, hat eine Bevölkerungsdichte von 6,9 Einwohnern pro km². Es gibt keine Pastoral- oder Gemeindereferent(en/innen).
Das Bistum Osnabrück hat 401 Priester und 577.966 Katholiken. Das sind 1.441 Katholiken je Priester. Das Land Niedersachsen hat eine Bevölkerungsdichte von 166 Einwohnern pro km².
Orte wie Aguas Blancas (ca. 1.500 Einwohner) haben eine Messe pro Woche: Am Samstagabend. Aguas Blancas ist eine von mehreren Ortschaften, die der Pfarrer der Kathedrale von Orán mitbetreuen muss. Kleinere Gemeinschaften freuen sich, wenn einmal pro Monat ein Priester vorbeikommt, um Messe zu feiern. Die Leute sagen: “Padre, Sie haben viel zu tun, schlagen Sie eine Uhrzeit für den Gottesdienst vor, wir richten uns danach”.
Auch in Orán selbst habe ich in den vergangenen acht Monaten noch nie Klagen über Gottesdienstzeiten oder -termine etc. gehört.
Flyer zum Kapellenprojekt
Schlagwörter: Kapelle, Projekt, Spenden.
Mittlerweile gibt’s auch ‘nen Flyer zum Kapellenprojekt: Flyer Kapelle San Juan
Mehr Details gibts hier: KLICK
Nachtrag zum 3. Mai
Schlagwörter: Donación, Haus, Indígenas, indII, Spenden.
Hier sind nun die versprochenen Photos:
Daniela, der wir Dachwellbleche und Balken gekauft haben, hat aus dem Abdach mit Hilfe von Nachbarn ein zweites Zimmer gemacht.
Mario hat von uns Holz und Wellbleche bekommen. Lediglich Farbe fehlt seinem neuen Haus noch ein bisschen …
Allen, die diese Hilfen möglich gemacht haben, nochmals herzlichen Dank und vergelt’s Gott!
In der Galerie gibt’s noch ein paar Photos von unserem letzten Ausflug zu den Indígenas.
Lebensmittel für Indígenas
Schlagwörter: Indígenas, Lebensmittel, Spenden.
Salz, Mehl, Zucker, Nudeln, Milchpulver, Maisgries, Reis, Öl, Fett und Mate von uns gekauft bzw. aus der Caritas der Kathedralgemeinde für einige Indígenas-Familien, ca. 20 Minuten von Orán entfernt, die wir regelmäßig besuchen. Schon seit fast zwei Monaten konnten wir aufgrund des Wetters nicht hinfahren. Hoffentlich bleibt das aktuell gute Wetter noch ein bisschen…
Lebensmittel, Holz und Chapas
Schlagwörter: Feiertag, Holzhütte, Patronatsfest, Schlamm, Spenden, Wetter.
Mittlerweile hat der Herbst in Orán begonnen. Es ist wesentlich kühler, nachts ist es oft sogar richtig kalt und eine Decke reicht nicht immer aus. Jetzt macht es sich besonders bemerkbar, dass die Häuser hier nicht für wirklich tiefe Temperaturen ausgelegt sind. In diesen Tagen musste ich oft an die Menschen denken, die in Holzhütten oder sogar Plastikhütten wohnen: wenn uns schon kalt ist, wieviel mehr dann ihnen, wenn der Wind durch alle Ritzen pfeift und es womöglich auch noch hereinregnet. Die vergangenen Wochen waren ziemlich regnerisch, sodass die Straßen sich in fast unpassierbare Schlammseen verwandelt haben. Zum Hogar nehme ich aktuell immer einen Umweg, der direkte Weg ist nur sehr schlecht befahrbar. Auch unsere Mikrokredit-/ Préstamobesuche waren so stark eingeschränkt, erst seit Beginn dieser Woche sind die Straßen wieder einigermaßen befahrbar. Gerade scheint sogar die Sonne und es fühlt sich mehr wie Frühling, als wie Herbst an.
Diese Woche hat mal wieder mit Feiertagen begonnen, denn natürlich ist der erste Mai (mit dem Montag als Brückentag) auch in Argentinien ein Feiertag. Im Hogar war dieser Tag sogar doppelt Anlass zum Feiern: einerseits wurde die Gelegenheit genutzt, sich bei den Mitarbeitern zu bedanken, andererseits ist der erste Mai aber auch Gedenktag des heiligen Josefs, dem Patron des Jungenhogars. Folglich wurde der heilige Josef auch mit einer Messe, einer kleinen Prozession und einem Festessen gefeiert: Neben Hühnchen, die wir Dank der Spenden aus Deutschland kaufen konnten, wurden zur Feier des Tages auch vier kleine Schweine des Hogars geschlachtet.
Neben kleineren Spenden wie Lebensmittel, Kleidung oder Schuhen konnten wir mittlerweile auch der alleinerziehenden Mutter mit vier Kindern helfen, von denen eines an der Lunge operiert werden musste und für die die Mutter keine Hilfen vom Staat erhält. (sh. Blogeintrag vom 26. Februar 2012) Sie wollte das löchrige Abdach vor ihrem kleinen Haus ausbessern. Dazu haben wir ihr Chapas (Dachwellbleche) und Balken gekauft. Mit dem Holz, das sie von Nachbarn geschenkt bekommen hat, konnte sie aus dem Abdach sogar noch ein zweites Zimmer machen.
Auch dem Rentner, der keine Rente erhält (sh. gleicher Blogeintrag vom 26. Februar 2012), konnten wir mit Holz und Wellblechen helfen, sodass er nun sein eigenes Zimmer hat und nicht mehr unter dem Abdach schlafen muss. Photos folgen demnächst.
Am Montag haben wir der Frau mit fünf Kindern, von denen eines Hämophilie hat (davon habe ich im Januar berichtet) ein Bett und eine Matratze geschenkt. Bisher teilten sie sich zu sechst zwei Betten, von denen eines ein Provisorium aus Brettern und Getränkekisten ist. Santiago, der Junge mit Hämophilie braucht, vor allem, nach einer Verletzung oder einer Prellung, nach der er manchmal einige Tage nicht gehen kann, ein eigenes Bett. Die Mutter kümmert sich in bewundernswerter Weise um ihn und die anderen Kinder. Obwohl sie alleinerziehend ist, arbeitet sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Einmal im Monat muss sie mit ihrem Sohn in das vier Stunden entfernte Salta, denn von den Ärzten in Orán behandelt ihn niemand. Stück für Stück kauft sie von dem Geld, was im Monat bleibt, Holz oder Wellbleche und konnte so in den vergangenen Monaten ihr kleines Haus nach und nach etwas vergrößern.
Eine Auflistung aller bisherigen Spendenverwendungen gibt es unter „Spenden“ >> „Verwendung“. Allen, die mich und die Projekte hier in Orán unterstützen, an dieser Stelle herzlichen Dank und vergelt’s Gott!
Projekt: Capilla San Juan Bautista
Schlagwörter: Kapelle, Projekt, Spenden.
Neben dem Hogar, den Mikrokrediten etc., hat sich vor ein paar Wochen ein Projekt aufgetan, das ich gerne unterstützen würde, bisher existiert es jedoch nur auf dem Papier: Die Bewohner eines der ärmsten Barrios Oráns, San Juan, möchten in ihrem Viertel eine Kapelle bauen, die nächste Kirche ist relativ weit entfernt.
Seit ein paar Jahren formieren sich in dem noch sehr jungen Barrio kirchliche Gruppen, auch das Patronatsfest am 24. Juni wird seit einigen Jahren gefeiert. Im Jahr 2010 fanden an diesem Tag 60 Taufen und drei Eheschließungen statt. Der Plan, mindestens einmal pro Monat in diesem Barrio Messe zu feiern kann mangels eines konkreten Ortes nicht immer realisiert werden. Aktuell bereiten sich mehr als 60 Kinder in San Juan auf die Erstkommunion vor. Dazu steht nur ein kleiner, gemieteter Raum zur Verfügung, der nun vom Besitzer für andere Zwecke benötigt wird. Die Jugendlichen, die sich auf die Firmung vorbereiten, müssen das in einem anderen Stadtviertel tun – weil es in San Juan dafür keinen Ort gibt.
Mittlerweile hat die Gemeinschaft zwar ein Grundstück für die Kapelle, aber die ca. 300 Familien des Stadtteils sind größtenteils sehr arm, sodass sie den Bau selbst nicht finanzieren können. Geplant ist nun, vor allem die materiellen Kosten und Facharbeiter durch Spenden zu finanzieren. Der größte Teil der Arbeit soll allerdings von Einwohnern des Barrios in gemeinsamen Arbeitseinsätzen bestritten werden.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier: PROJEKT: San Juan Bautista.
Wer dieses Projekt unterstützen möchte, kann das durch Spenden auf folgendes Konto tun:
Kontoinhaber: Jesuitenmission
Kontonummer: 5115 582
BLZ: 750 903 00
Institut: Liga Bank Nürnberg
Verwendungszweck: X79602 Kapelle San Juan
IBAN: DE61750903000005115582
SWIFT: GENODEF1M05
Ab einer Spende von 50 € besteht die Möglichkeit, eine Spendenquittung zu erhalten (bitte in diesem Fall unbedingt die Anschrift auf der Überweisung hinterlassen). Darüber hinaus wird viermal jährlich das Magazin der Jesuitenmission versandt (wenn keine Post gewünscht wird, reicht ein kurzer Hinweis!).
Allen Spendern vielen herzlichen Dank und vergelt’s Gott!
Hinweis: Alle Spenden, die auf mein Spendenkonto, das unter der Rubrik „Spenden“ angegeben ist, eingehen, werden ausschließlich für meine Arbeit (z.B. im Hogar) eingesetzt. Mehr Infos dazu: Spendenverwendung.
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